Schutz von Wegeseitenstreifen für die Aufrechterhaltung der Artenvielfalt

Grüne für Feld- und Wegerandpflege nach ökologischen Kriterien

Die Fraktion der Grünen hat jetzt beantragt, dass die Stadt Verl in Zusammenarbeit mit dem Kreis Gütersloh die Feld- und Wegerandpflege nach ökologischen Kriterien ausrichtet. Die Streifen an Straßen und Radwegen sollen zweimal im Jahr abschnittweise gemäht werden, so dass immer ein Streifen mit Blüten für Insekten stehen bleibt.
Weiterhin soll die Verwaltung beauftragt werden, zu überprüfen, ob es wesentliche Fremdnutzungen von städtischen Wegeseitenstreifen gibt, um ggf. auf eine Einstellung der Fremdnutzung hinzuwirken.

Seit 1989 ist der Insektenbestand dramatisch um 75% zurückgegangen. Weniger Insekten bedeutet auch weniger Fische, Frösche, Vögel, kurz: Mit dem Insektensterben bricht das Fundament unserer Ökosysteme zusammen.

Den bestäubenden Insekten verdanken wir einen Großteil unseres Essens und Trinkens. Durch das frühe Abmähen der Wegeseitenstreifen wird der Insektenbestand immer weiter gefährdet. Da Wegeränder einen eher mageren Boden aufweisen, gedeihen dort besonders viele Blumenarten und Wildkräuter mit kleinen Oasen für Insekten und Kleinstlebewesen.

Viele Kreise und Kommunen arbeiten bereits an Projekten zur Rückgewinnung von grünen Wegen und Wegerandstreifen als Lebensräume für eine wertvolle Pflanzenvielfalt. Deshalb ist jede Maßnahme zum Schutz und zum Bewahren unserer Natur zu begrüßen.

Es kommt immer wieder vor, dass Flächenbewirtschafter städtische Wegeseitenstreifen mit nutzen. Ob eine solche denkbare Mitnutzung in Absprache toleriert werden kann, sollte davon abhängig gemacht werden, ob die Feld- und Wegerandpflege nach ökologischen Kriterien ausgerichtet ist.

Bericht der Glocke vom 19.10.2018 „Wegeränder sollen Insekten dienen“

Bericht der Verler Zeitung vom 25.10.2018 „Grüne wollen mehr Raum für Insekten“

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