Das Grünflächenkonzept für Verl ist da!

 – Gründliche Analyse der Grünflächen auf Antrag der Grünen –

Das von der Fraktion der Grünen beantragte Grünflächenkonzept enthält eine gründliche Analyse, die deutlich auf zahlreiche Defizite hinweist. Hier kann das Konzept aufgerufen werden:
https://verl.de/conf/download.php?file=4883

Auffällig ist vor allem eine sehr einheitliche und monotone Auswahl von Pflanzen und Bäumen, die sich durch das ganze Stadtgebiet zieht. Außerdem lässt die Pflege der Grünflächen teilweise sehr zu wünschen übrig, was bei der personellen Unterbesetzung des zuständigen Bauhofs kein Wunder ist. Das alles soll sich nun ändern und zum Besseren wenden.

Nach sorgfältiger Prüfung kann die Fraktion der Grünen dem Konzept grundsätzlich zustimmen, findet aber, dass einige Ergänzungen angebracht sind. Die Grünen sind folgender Meinung: Für die Herstellung und Pflege des Stadtgrüns hat es bisher nicht nur an Personal gefehlt, sondern vor allem auch an Einsicht in die Notwendigkeit, die hierfür erforderlichen Mittel bereitzustellen. Ein schönes Stadtbild ist nicht umsonst zu haben. Aber Grün ist viel mehr als nur hübsche Dekoration. Grünflächen und Freiräume in der Stadt sind von außerordentlicher Bedeutung in ökologischer, sozialer und ästhetischer Hinsicht. Daher sollten die folgenden Ziele in das Konzept aufgenommen werden:

  • Verbesserung des Stadtklimas;
  • Erhalt der biologischen Vielfalt (Biodiversität) und der Möglichkeiten von Naturerfahrung;
  • Steigerung der Lebensqualität sowie der Attraktivität als Wohn- und Wirtschaftsstandort;
  • Mehr Umweltgerechtigkeit durch eine gerechte Verteilung qualitativ hochwertigen Stadtgrüns.

Auch die vorgeschlagenen Maßnahmen finden Zustimmung, so die Qualifizierung der vorhandenen Grünflächen. Genauso wichtig wären aber auch die Weiterentwicklung und die Herstellung von neuen Grünflächen. Unter anderem schlagen die Grünen weitere Ergänzungen vor:

  • Grün- bzw. Biotopvernetzung von Grünflächen und Freiräumen, auch unter Einbeziehung von Privatgärten;
  • Begrünung von Dächern und Fassaden (z. B. Festlegungen in Bebauungsplänen, Auflegung eines Förderprogramms);
  • Einbeziehung von Urbanen Gärten und Umweltbildung (z.B. Streuobstwiese des Heimatvereins sowie Projekt „Grünes Klassenzimmer“);
  • Beteiligung und Mitwirkung von Verler Bürgerinnen und Bürgern, von Vereinen, der Verler Werbegemeinschaft – z.B. Übernahme von Patenschaften für Hochbeete (z. B. „Essbare Stadt“).

Besonders der letztere Punkt liegt den Grünen am Herzen. Die Stadt Verl kann wohl wichtige Weichen für ein schöneres, ökologisch besser aufgestelltes Verl stellen, aber nicht für alles bis ins Kleinste verantwortlich sein. Bürgerbeteiligung ist angesagt!

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