Verler Grüne zu Besuch in Andernach

Die „essbare“ Stadt Andernach – ein Vorbild auch für Verl?

Die Fraktion der Verler Grünen unternahm eine zweitägige Exkursion nach Andernach am Rhein, um sich dort ausführlich über das einzigartige Konzept der „Essbaren Stadt“ zu informieren. Wo andernorts auf öffentlichen Grünflächen die Devise gilt: „Betreten verboten!”, heißt es seit acht Jahren in Andernach: „Pflücken erlaubt!”. Über das gesamte Stadtgebiet verteilt, können sich Bürgerinnen und Bürger zunächst an blühenden Nutzpflanzen erfreuen, die sie dann später, wenn alles reif ist, in haushaltsüblichen Mengen kostenlos ernten dürfen.

Dass dies gut ankommt und tatsächlich problemlos funktioniert, konnte an Ort und Stelle erfahren werden. Zu einem sichtbaren Zeichen im Stadtbild sind Stangenbohnen mit einer Unterpflanzung aus Zucchini und Blumenmischungen geworden. Die Grünanlagen aus Salaten, Küchenkräutern und Möhren, Obst- und Beerensorten lassen völlig neue Wahrnehmungsräume entstehen. Hierbei wird das städtische Grün nicht nur für die Augen sinnlich erlebbar, sondern auch durch Duft und Geschmack. Insbesondere fördert das Projekt den Anbau von regionalen und seltenen Sorten, unterstützt somit die urbane Biodiversität und stärkt außerdem die Identifikation mit der Heimat.

Die Grünen wollen nun prüfen und entsprechende Anträge stellen, inwieweit sich die „Essbare Stadt“ auch in Verl verwirklichen lässt. Ein erster Anfang könnte zum Beispiel mit leicht einzurichtenden Hochbeeten gemacht werden, auf denen Nutzpflanzen statt Zierpflanzen wachsen.

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