Verl – die essbare Stadt

Neue Formen gemeinschaftlichen Gärtnerns mitten in der Stadt

Die Verler Grünen laden herzlich ein zu einem Vortrag mit Lichtbildern von Laurenz Sandmann (Warendorf):

Verl – die essbare Stadt
Zeit: Mittwoch, 25. April 2018, 19:30 Uhr
Ort: Deutsches Haus, Hauptstraße 26, Verl

Nutzgärten mitten in der Stadt? Ja, das geht, es nützt der Umwelt und kommt sogar gut an. Das Konzept konnte schon an vielen Orten Begeisterung auslösen – so auch in Warendorf. Hier haben Bürgerinnen und Bürger in den letzten Jahren die „Essbare Stadt“ verwirklicht. Mit Unterstützung der Stadt wurden geeignete Stellen gefunden, um Beete und Pflanzkästen einzurichten. Jetzt tragen Bohnen und Möhren, Obst- und Beerensorten oder Küchenkräuter zu einem attraktiven Stadtbild bei und laden zum Ernten ein. Wo es andernorts auf öffentlichen Grünflächen heißt „Betreten verboten!“, gilt hier: „Pflücken erlaubt!“

Im Unterschied zu üblichen Kleingärten geht es nicht um die Schaffung privater Refugien, vielmehr soll das neue Gärtnern in der Stadt öffentlich und bewusst machen, woher unsere Lebensmittel kommen, was biologische Vielfalt bedeutet oder wie man Saatgut selber reproduzieren kann. Dadurch werden Teile der Stadt in eine grüne und lebensfreundliche Umgebung verwandelt, die offen ist für alle, besonders auch als ein Medium der Integration für Flüchtlinge und neu Hinzugezogene.

Der Referent Laurenz Sandmann ist Haus- und Heimatforscher sowie Vorsitzender der „Altstadtfreunde Warendorf“. Dieser gemeinnützige Verein hat zusammen mit der Bürgerstiftung Warendorf die „Essbare Stadt Warendorf“ ins Leben gerufen. Laurenz Sandmann kann aus erster Hand über die Anfänge in Warendorf berichten, über Probleme und ihre Lösungen, über das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie über den anhaltenden Enthusiasmus.

Im Anschluss an den Vortrag wäre zu überlegen, an welchen Stellen in Verl die „Essbare Stadt“ in die Tat umgesetzt werden könnte. Ein erster erfolgreicher Einstieg in dieses Konzept ist in Verl schon gelungen, und zwar in Gestalt der etwa 2.500 m² großen Streuobstwiese, die seitens des Heimatvereins in der Graskämpe an der Ölbachaue im Jahre 2013 angelegt wurde.

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