Für eine fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadt

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Vor dem Start am Rathaus

Für mehr Verkehssicherheit

Am Samstag, 13.06.2015, hatte Manfred Hansen von den Grünen eine Radtour organisiert, auf der es um das Gesamtkonzept „Radfahrer- und Fußgängerverkehr“ ging, das sich seitens der Stadt Verl in Bearbeitung befindet. Vierzehn Interessierte waren mit ihren Rädern erschienen und ließen sich auch nicht von einem zunächst heftigen Regenguss abhalten. Es wurden solche Stellen angefahren, an denen die Verkehrssituation kritisch ist bzw. an denen Aussicht auf eine wesentliche Verbesserung besteht.
Hierzu zählt die Hauptstraße, auf der die Planer die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 statt jetzt 30 km/h vorsehen, was von den Teilnehmern sehr begrüßt wurde. Die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern würde erheblich erhöht. Dieser Gesichtspunkt spielt auch eine entscheidende Rolle, die St.-Anna-Straße zu einer Fahrradstraße zu machen, auf der Radfahrer einige Vorteile gegenüber den Autos haben und z.B. zu zweit nebeneinander fahren dürfen. Weil in diesem Bereich des Schulzentrums täglich Hunderte von Schülern mit dem Rad unterwegs sind, wäre es außerdem angebracht, die Querungsprobleme auf der Straße Zum Meierhof besser als jetzt zu lösen. Hierzu schlagen die Planer zwei Minikreisel vor, die den Teilnehmern unbedingt einleuchten.
Den innerörtlichen Radfahrverkehr vom Seitenraum auf die (statistisch erwiesen) sicherere Straße herunter zu holen, stellt sich an vielen Stellen in Verl als Problem dar, so unter anderem an der Österwieher Straße sowie an der Bahnhofs- und an der Lindenstraße. Statt aber nun überall Schutzstreifen einzurichten, wurde vorgeschlagen zu prüfen, Autofahrer durch Piktogramme auf der Straße und Hinweise zu informieren, dass auch Radfahrer die betreffende Straße benutzen dürfen. Wie auch beim Einsatz von Schutzstreifen, könnten Radfahrer somit selbst entscheiden, wo sie sich am sichersten fühlen. Dies werde zudem den unterschiedlichen Geschwindigkeiten der einzelnen Radfahrer am ehesten gerecht. Hingewiesen wurde auf den derzeitigen Versuch an der Kahlertstraße in Gütersloh.
Die Möglichkeit eines sicheren und attraktiven Fuß- und Radwegs parallel zur Paderborner Straße zeigte Manfred Hansen auf, und zwar am Sportzentrum vorbei in den Schmiedestrang mündend. An der Schützenhalle-Kreuzung wurde deutlich, dass die vierte, schon 2011 eindringlich geforderte, damals aber harsch abgelehnte und jetzt genehmigte Furt für Radfahrer und Fußgänger absolut notwendig ist. Fragt sich nur, weshalb diese Furt nicht sofort beim Bau der Umgehungsstraße angelegt wurde und offenbar erst eine Reihe von Unfällen passieren musste.
Auf dem Wege nach Kaunitz fiel an der Einmündung der Marienstraße in die Paderborner Straße auf, dass eine Querungshilfe notwendig ist, zumal sich hier auch eine Bushaltestelle befindet. Der Kaunitzer Kreisel sollte unbedingt verkehrssicherer gemacht werden, nämlich durch Zebrastreifen und eine verbesserte Führung des Radverkehrs. Die aufschlussreiche Radtour endete bei Kaffee und Kuchen im Café Kötterhaus, wo die Diskussionen weitergingen, aber Einmütigkeit herrschte, dass alle politischen Entscheidungsträger in Verl sich eine solche verkehrspolitische Tour einmal gönnen sollten.

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