Verkehr

ADFC: Unzulässige Radfahrfurten am Meierhof – Beispiel 1

ADFC: Unzulässige Radfahrfurten am Meierhof – Beispiel 2

Spektakuläre Aktion am Meierhof:
Zebrastreifen ausgerollt

V.l.: Johannes Wilke, Rebecca Mohncke, Uwe Hasler, Simon Lütkebohle, Dirk Reinke, Markus Reinkemeier, Alice Brachmann

In einer spektakulären Aktion haben wir Verler GRÜNEN am Samstagmorgen, 15.03.2014, einen mobilen Zebrastreifen am Meierhof ausgerollt. Wir warten nicht, bis der erste Unfall passiert, sondern möchten ein klares Zeichen setzen für die Sicherheit von Schulkindern, Fußgängern und Radfahrern. Die jetzige Verkehrsregelung auf dem Meierhof ist grotesk, sie soll angeblich aber nur eine „vorübergehende Maßnahme sein“. Ein echter Schildbürgerstreich.

„Warum werden nach jahrzehntelanger Diskussion nicht gleich Nägeln mit Köpfen gemacht? Was bitte ist die „Missachtung eines nicht sichtbaren Verkehrsschilds“? Warum begibt man sich ohne Not auf juristisches Glatteis und sieht nun zweierlei Verkehrsrecht vor – eines für „Ortskundige“ und ein anderes für „Orts-un-kundige“? Wie definiert sich der Unterschied?“

Alle „Orts-un-kundigen“ müssen laut Mitteilung der Stadt Verl nicht zahlen, wenn sie geblitzt werden. Dies ist offenbar die einzige Sorge, und folgendes spielt keine Rolle mehr: Fußgänger, vor allem Hunderte von Schulkindern, sind beim Überqueren des Meierhofs nach wie vor gefährdet – jetzt auch noch durch „orts-un-kundige“ Raser, die Narrenfreiheit genießen. Damit wird ein an und für sich löbliches Vorhaben, nämlich die Verkehrssicherheit auf dem Meierhof zu erhöhen, völlig auf den Kopf gestellt.

Allein schon die Annahme, dass in den Meierhof aus den Seitenstraßen vorwiegend „Ortskundige“ einbiegen, ist irrig. Zum Beispiel sind mehrmals in der Woche sehr viele ganz offensichtlich „Orts-un-kundige“ anlässlich von Beerdigungen auf dem Friedhofsweg unterwegs.

Es wäre eine Lösung zu prüfen, sowohl die Vorfahrt auf dem Meierhof auf der Tempo-30-Strecke als auch die Beendigung der Tempo-30-Zone am Ende der in den Meierhof einmündenden Straßen aufzuheben und eine Rechts-vor-Links-Regelung einzurichten. Eine solche Regelung hat sich inzwischen auf der Hauptstraße in Verl bewährt. Das wäre mal eine klare Ansage und nicht nur ein Lippenbekenntnis. Nur solche und weitere bauliche Maßnahmen würden das Tempo des Kraftverkehrs auf dem Meierhof, der offensichtlich auch als Ortsumgehung fungiert, deutlich verringern. Auf alle Fälle gehört – wie wir GRÜNE in Verl mit Nachdruck fordern – ein Zebrastreifen zum Schutz der Fußgänger auf den Meierhof!

Auf welche Weise ebenfalls Radfahrer die Straße sicher überqueren, ist ein anderes, aber absolut lösbares Problem. Natürlich ist die Situation rund um den Meierhof „komplex“, aber „komplexe“ Situationen erfordern umso intelligentere Lösungen.

Artikel in der Glocke vom 17.03.2014 „Grüne rollen Zebrastreifen aus“

Artikel in der NW vom 18.03.2014 „Mobiler Zebrastreifen am Meierhof ausgerollt“

Artikel in der Verler Zeitung vom 18.03.2014 „Grüne rollen Zebrastreifen aus“

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Meierhof:  Wir fordern einen Zebrastreifen

Für Hunderte von Schüler/innen stellt das Überqueren des Meierhofs auf ihrem täglichen Schulweg eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Die Gefährlichkeit an dieser Stelle ist zwar seit Jahrzehnten bekannt, doch erst jetzt sind zwei Tempo-30-Schilder aufgestellt worden.

Mit dieser Maßnahme allein ist die Gefahrensituation allerdings nicht behoben, es sind vielmehr neue und zusätzliche Unsicherheiten und Gefährdungen geschaffen worden. Auf einer Strecke von weniger als 300 m sollen Kraftfahrer plötzlich ihre Geschwindigkeit reduzieren, ohne dass ihnen die Notwendigkeit  bewusst wird. Jeder kann es beobachten: Auf dem Meierhof wird weiter Tempo 50 und mehr gefahren.  [….]

Lesen Sie unsere vollständige Pressemitteilung hier.

Artikel in der Neuen Westfälischen vom 28.02.2014:

NW Verl 280214 kl

Artikel in der Verler Zeitung vom 28.02.2014